Hurrikan Matthew richtet hohe Schäden in Haiti an

Lions-Schule in Port-au-Prince hält Hurrikan stand – Große Teile der Infrastruktur in Haiti werden durch Wirbelsturm „Matthew erneut zerstört – Nahrungsmittel werden knapp – Internationale Hilfe läuft nur schleppend an

Haiti gehörte auch schon vor dem verheerenden Erdbeben von 2010, das hunderttausende von Menschenleben forderte, zu den ärmsten Ländern weltweit. Nun wurde das Land erneut von einer Katastrophe heimgesucht: Wirbelsturm „Matthew“, der in der ersten Oktoberwoche dieses Jahres mit teilweise mehr als 220 Stundenkilometern in der Karibik wütete, zerstörte große Teile der Infrastruktur im ganzen Land. Die Folgen sind dramatisch, auch für die Menschen rund um die Partner-Schule des Lions-Clubs Mainburg-Hallertau in der Hauptstadt Port-au-Prince.

Die Montessori-Schule (Institution Mixte de l`Avenir – IMA) in einem höher gelegenen Stadtteil hat dem Wirbelsturm aufgrund seiner massiven Bauweise standgehalten. Sie bot während des Sturms sogar Schutz für viele Familie aus der Gegend. Deren Häuser standen anschließend voller Wasser, Müll, Schlamm und Geröll. Betten, Kleidung und andere Gegenstände in den Haushalten wurden weggeschwemmt. Die Straßenhändlerinnen in der Gegend haben alle Ihre Waren verloren und stehen ohne Einkommen da. Die wenigen Lebensmittel, die noch verfügbar sind, sind unerschwinglich für die Bevölkerung.

Nachdem der Hurrikan fast im ganzen Land wütete, ist ein Großteil der sowieso schon kleinen Ernte des Landes zerstört, so dass nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in ländlichen Gegenden kaum mehr Lebensmittel zur Verfügung stehen. Auch das schuleigene Farmgelände ist weitgehend zerstört, die Ernte vernichtet, das Vieh verendet. Inzwischen ist die Hilfe für die Städte und Dörfer durch die großen Hilfsorganisationen zwar angelaufen, doch ist sie nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Not ist unermesslich, Nahrungsmittel werden auf unabsehbare Zeit knapp bleiben. Auch die Gefahr der Cholera hat sich nochmal massiv verschärft.

Aufgrund der dramatischen Situation im ganzen Land ist Schulleiterin Natacha Marseille schon vor Tagen in den Süden des Landes gefahren, um dort Nahrung, Chlor und Hygieneartikel zu verteilen. Fachleute sprechen davon, dass die langfristigen Schäden an der Infrastruktur noch größer sind als nach dem Erdbeben 2010. Auch der Lions Club Mainburg Hallertau wird zusätzliche Mittel für die Hilfe in Haiti bereitstellen. Jeder einzelne Euro aus Spenden für das Haiti-Schulprojekt des Lions-Clubs Mainburg-Hallertau kommt direkt den Menschen vor Ort zu Gute. Weitere Informationen zum Projekt finden sie auf www.lions-club-mainburg.de/?tag=haiti.

Das Spendenkonto mit dem Verwendungszweck „Haiti“ hat die IBAN DE18 701 696 93 0200 228 990